Tagebuch 
4. – 6. Januar 2008
 Musikertreffen in Nordhelle.
Einmal im Jahr treffen sich christliche Musiker der deutschen Szene, zu einer Musikerklausurtagung. Hier kann man sich kennen lernen, Erfahrungen austauschen, Referate zu aktuellen Themen hören, Musik machen, sich und seine Musik vorstellen.
In diesem Jahr war Glenn Kaiser Referent. ( look: www.glennkaiser.com ) Er kam direkt aus Chicago, wo er bei den „Jesus People“ arbeitet. Er ist Gitarrist und Sänger (Rez-band). Er hat schon viele Länder bereist mit seiner Musik. Aus seinem Erfahrungsschatz erzählte er uns eindrücklich viel Erstaunliches.
Am Samstagabend hörten wir ihn mit seiner Blues-Gitarre. Ein einmaliges musikalisches Erlebnis. Und was er zu sagen hatte füllte mein Herz mit Mut und Kraft.
Mich hat auch seine Predigt am Sonntagmorgen sehr angesprochen. Die deutsche christliche (und nicht nur die deutsche) Musik erlebt zur Zeit einen Trend zur Worship-Musik. Diese Musik dient der Anbetung. Die Texte handeln von Gottes Größe, von Hingabe, von Lob und der Anbetung Gottes. Dies hat seinen Platz im Gottesdienst und in unseren Herzen, in unserem Leben. Doch wir sollten das „Klagelied“ nicht vergessen. Es ist nicht immer alles ein großes „Halleluja“. Musik mit Texten der Klage, des Flehens und Bittens zu füllen, sollte auch seinen Platz behalten.


Genau diese sind schon seit einiger Zeit meine Gedanken.
Viele Worship-Songs sind ursprünglich in englischer Sprache. Und leider muss ich sagen, dass manche Texte ganz grauslig ins Deutsche übertragen wurden. Schlechte Sprache kann ein echtes Hindernis sein, sich auf einen Text und die damit verbundene Anbetung einzulassen. So geht es zumindest mir.
In meinem Verlag habe ich gehört: Man könnte eine Schublade mit lauter Worship-Phrasen anlegen. Bei jedem neuen Song oder jeder Übersetzung greift man in diese Schublade, zieht ein paar dieser Phrasen heraus und hängt sie aneinander. Und schon hat man einen neuen Text. Traurig, aber vielleicht auch ein bisschen wahr?

Deutsche Musiker
eigene deutsche Songs
authentisch sein, transparent, echt
aus jedem Blickwinkel heraus Gottes Größe beschreiben
seine Schöpfung ehren
Klage loswerden
Bitten in den Himmel schicken
Gottes Zusagen einfordern
zeugnishaft Situationen beschreiben
und Gott loben
.

Diese Vielfalt wünsche ich mir zurück. Sowohl textlich, als auch musikalisch. Jeder Musikstil kann Träger der Botschaft sein. Die Musik in der Gemeinde muss nicht ausschließlich aus den immer wiederkehrenden Akkordfolgen eines einzigen Stils bestehen. Gott hat uns so viel Kreativität geschenkt, wir müssen uns nicht beschränken.

In einem Gottesdienst befinden sich Menschen, die aus ihrem Alltag heraus zusammenkommen, um Gemeinschaft zu erleben und gemeinsam vor Gott zu treten. Jeder kommt aus einer anderen Situation heraus. Manche sind glücklich, andere traurig. Der eine ist gerade heil geworden, der andere schon lange krank. Einer möchte Gott loben und ehren, weil er erfüllt ist von den Dingen, die er mit Gott erlebt, ein anderer möchte zu Gott schreien, weil er um Gnade bitten muss für die Dinge, die er verbockt hat. Glück und Leid, Lob und Klage. Alles muss seinen Platz haben. Sonst schließen wir einander aus.

Stelle dir vor:
Du bist Mitarbeiter/in einer Worship-Gruppe. Hast am Sonntag Dienst. Und du erfährst heute, dass dein Kind Krebs hat. Welche Lieder wirst du singen können? Was ist nun ehrlich und authentisch?

Wir sollen alle erreichen, und möglichst jedem die Möglichkeit geben, sich mit einem der Lieder identifizieren zu können.
Jedem Gottesdienstbesucher mit einem Lied mitten ins Herz treffen.
Eine große Aufgabe. Unsere Verantwortung. Eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen.
Nicht einem Trend folgen. Auf die Bedürfnisse der Gemeinde eingehen.

Dezember 2007
 Mein webmaster Detlef Hahn hatte die Idee einen Kalender mit Texten und Bildern von mir für das Jahr 2008 auf dieser homepage anzubieten. Er ist schön geworden. Und wer möchte kann ihn sich ausdrucken. Zu finden unter dem Menüpunkt KALENDER 2008.
Vielen Dank, Detlef, für die Idee und die Mühe.

26. November 2007
 Im Rahmen einer Jubiläumswoche der Evangelisch-Methodistischen Gemeinde, Botenheim gestaltete ich den „Frauenabend“. Für dieses Konzert konnte ich Rainer Scheithauer gewinnen, mit dem ich sehr gerne Musik mache. Er kennt die Songs wie kein anderer. Er ist ein so genialer Pianist …
Es war ein sehr schöner Abend. Viele Frauen waren gekommen. Das Vorbereitungsteam hatte alles wunderbar vorbereitet. Die Atmosphäre war entspannt und offen. Es war mir eine Freude dort für die Frauen zu singen, von Gott zu erzählen und von meinen Erlebnissen im Alltag.

November 2007
 Vicky, Davids Freundin, hat den Sommer über bei uns in der Familie gewohnt. Sie hatte hier, wie David, einen intensiven Ferienjob. Nun ist sie für mehrere Monate nach Brasilien gereist, wo sie in der CENA-Mission in Sao Paulo mitarbeitet. Nachdem David ein Jahr weg war, sind sie nun schon wieder für längere Zeit getrennt. Aber die Zeit nach dem Abitur ist der richtige Zeitpunkt, um ins Ausland zu gehen. Steckt man erst einmal im Studium oder im Berufsleben, werden solche Aktivitäten immer schwieriger. Gott segnet dich, liebe Vicky. Wir begleiten dich im Gebet, und freuen uns auf das Wiedersehen.
31. Oktober 2007
 Im Kronenzentrum stellten sich zwei Kandidaten der „lebendigen Gemeinde“ für die Kirchenwahlen vor.
Zusammen mit Eddy gestaltete ich den musikalischen Teil des Abends.
Es war sehr interessant, wie sich die Kandidaten vorgestellt haben, was sie zu sagen hatten, und wie sie sich präsentierten.



     Seitenanfang