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persönlich


Als zweites von vier Kindern wurde ich in Heilbronn geboren. Dort verbrachte ich meine Kindheit, absolvierte Grund- und Realschule, lernte erst einen technischen, danach einen sozialen Beruf, bin aber hauptberuflich seit meinem 25sten Lebensjahr als Mutter im Einsatz

Wir waren also vier Geschwister. Bei uns war somit immer was los. Ich war glücklich und unbeschwert, doch als ich neun Jahre alt war trennten sich meine Eltern. Das ist heutzutage nichts mehr besonderes? Es ist immer schwer - für alle Beteiligten, vor allem für die Kinder. Ich liebe meine Eltern und habe das Lied "Ich danke euch" für sie geschrieben

Mit 18 wollte ich auf eigenen Beinen stehen, die mir manchmal doch ein bisschen weich wurden, als ich kurzerhand von zu Hause auszog

An die Existenz Gottes glaubte ich immer. Ich verstand aber erst mit 23 Jahren, dass Jesus Christus mein ganz persönlicher Heiland und Erlöser ist. Ich entschied mich ganz bewusst für ein Leben mit ihm. Seither bin ich Christin. Damals veränderte sich viel. In diesen mehr als 20 Jahren gab es keinen Tag, an dem ich ohne Gott hätte leben wollen




1984 heirateten Eddy & ich. astrid_madonna.jpg

Eddy arbeitet an einer Schule für Geistig- und Körperbehinderte als Fachlehrer. Er ist Musiker, spielt Schlagzeug und Gitarre. Wir haben schon viel gemeinsam Musik gemacht. In der Schule hat er eine Schulband. Er leitet seine Schüler an, damit gemeinsames Musizieren möglich ist. Sie rocken so richtig los, und es erstaunt mich immer wieder neu, wie sich behinderte Kinder in der Musik ausdrücken können

1985, wir ließen uns taufen. Wir wollten damit unseren Bund mit Gott öffentlich machen. Alle sollten wissen, dass wir unser "altes Leben", symbolisch durch das Untertauchen, verlassen, und ein "neues Leben" begonnen haben, was durch das Auftauchen deutlich wird. Jesus Christus sollte unser Herr sein und bleiben.

1985, unsere Tochter Lea Rebecca wurde geboren. Ich war sofort mit Leib und Seele Mama.

1986, unser Sohn David Jonathan wurde geboren. Beim ersten Besuch des stolzen Opas bekam ich den ersten Kuss auf die Wange von meinem Schwiegervater.

1992 verlor ich ein Baby. Ich war lange Zeit sehr traurig. Mein Trost kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, und der mein Baby kennt.

1994 erkrankte Eddy schwer. Lange Unsicherheit. Wir sind durchgekommen, mit Gottes Hilfe. Heute geht es ihm wieder gut. Gott sei Lob und Dank.

1997, unser Sohn Andreas Leonard wurde geboren. Nach mehr als 10 Jahren ein Baby!

1998, Zwillingsschwangerschaft. Ein Kind wächst im dritten Monat nicht mehr und stirbt.

1999 wurde Tobias Benjamin viel zu früh geboren und hatte Probleme mit dem Herzen, der Lunge, dem Kreislauf... Wir danken Gott, dass er heute völlig gesund ist.

2004 erkrankte unser David schwer. Viele Monate Behandlung, Operationen. Jetzt geht es ihm wieder gut. Danke, Herr. Bewahre Du ihn weiterhin.   "Du bist meine Burg, ich laufe zu dir"     (aus "Tau vom Himmel")

Ende 2004 starb mein Bruder Alex. Ich kann es bis heute nicht fassen.




alex.gif Als du starbst habe ich die Ewigkeit gespürt, Alex. Sie hing im Raum und half mir weiter zu atmen. Sie verbreitete Hoffnung und Trost, als hättest du sie uns geschickt. Ich vermisse dich so sehr, dass es weh tut. Ich höre noch deine Stimme, dein Lachen ...

Ich träumte in der Weihnachtsnacht, ich wanderte durch die Tiefen des Himmels und sah einen Engel über die Wolken gehen. Die Lichtgestalt lächelte und trat zu mir und sagte: "Kennst du mich? Ich bin der Engel des Friedens. Ich tröste die Menschen und bin bei ihnen in ihrem großen Kummer. Wenn er zu groß wird, wenn sie sich auf dem harten Boden der Erde wund gelegen haben, so nehme ich ihre Seele in mein Herz und trage sie zur Höhe und lege sie auf die weiche Wolke des Todes nieder. Alle diese Wolken ziehen mit ihren Schläfern gen Morgen, und wenn die Sonne aufgeht, erwachen sie und leben.      Jean Paul

Von November 2004 bis Februar 2005 arbeitete Lea in einer Mission in Sao Paulo, Brasilien mit. Zum ersten Mal ist eines meiner Kinder so lange Zeit so weit weg. Juli 2005. David flog für 6 Wochen nach Äthiopien, um dort in einer Mission mitzuarbeiten.

"Ich lass dich los - ich halt dich fest"
(aus "Loslassen")

Die Kinder sind mein größtes Geschenk. Sie sind der Ursprung meiner Lieder auf der CD "Deine Spur in meinem Herz".

Die Unbeschwertheit der Kindertage ist ein Geheimnis, das Gott in unser Leben legt. Erst wenn wir sie verloren haben, erkennen wir ihre Einmaligkeit. Durch meine Kinder finde ich zurück zur lebendigen Erinnerung an meine eigene Kindheit

"Wir sollten mehr Kinder denn Erwachsene sein: Unsere Liebe wäre reiner, der Streit kürzer, die Tränen echter und der Hass nicht bekannt..."
Peter E. Schumacher

Um den häuslichen Alltag zu regeln, und alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, meine Familie zu versorgen, muss ich als Mutter ein echtes Organisationstalent sein. Sehr sorgfältig muss ich manchmal ein bisschen Zeit für mich einplanen. Zeit, um Melodien, die mich durch den Tag begleiteten festzuhalten, oder Texte, die aus den verschiedensten Situationen heraus entstanden sind zu Papier zu bringen




Dies sind einige Stationen meines Lebens. Ich habe erlebt: Gott ist größer ist als mein Verstand und mein Gefühl. Er ist der Herr über Leben und Tod. Und IHM allein vertraue ich mein Leben an - in guten und in schlechten Zeiten. Er trägt mich durch die Zeit, hinein in die Ewigkeit. Ich möchte mein Leben nicht ohne Gott leben müssen. Ich bin noch nicht weit gekommen, wenn ich allein auf Menschen vertraut habe, oder auf mich selbst. Ich habe Menschen schon oft enttäuscht, ich bin nicht perfekt. Keiner ist perfekt. Es gibt keinen Menschen, der gerecht wäre, auch nicht einen. Wir können im Zusammenleben unser Bestes geben und sind doch immer wieder auf die Barmherzigkeit des anderen angewiesen. Und wir sind aufgefordert dem anderen zu vergeben

Es gibt so viel Schönes und Wunderbares, das wir Menschen erleben dürfen. Die Geburt eines Kindes ist überwältigend. Die bewusste Entscheidung für ein Leben mit Gott, und die Veränderung, die darauf folgt ist unbeschreiblich. Die Wunder der Schöpfung, die wir genießen dürfen: die Farben, das Sonnenlicht, das kühle Nass des Wassers, die Musik, das Lachen, die Freude, das Lachen, das Rauschen der Bäume, die Pflanzen und die Tiere in ihrer Vielfalt und Verschiedenartigkeit, die Zeit, die Sterne, das Leuchten in Kinderaugen, der Geist des Menschen, der in Gott seine Heimat findet, eines Menschen Liebe, Gottes Liebe

"Dein Geist, Herr, lebe in mir,
gib mir zum Leben die Kraft.
Mein Wollen und Sein
gehörn dir allein.
Du bist es, der Neues schafft."

aus "Wind"

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