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  musikalisch



Ich sammelte von Kind auf Erfahrungen beim Gebrauch meiner Stimme, und beim Schreiben von Gedichten, Kurzgeschichten, kleinen Anspielen und Texten.
Wenn ich mit meinem Papa lange Autofahrten machte sangen wir oft gemeinsam zweistimmig und freuten uns, dass es gut klang. Meiner Mama schenkte ich einmal ein Büchlein, in das ich über Monate hinweg kleine eigene Texte und "Weisheiten" geschrieben hatte. Es war damals ein kleiner Schatz für mich, den ich niemand anderem hätte schenken wollen, als allein meiner Mama.

Meine Teenager- und Jugendzeit verbrachte ich, musikalisch gesehen, im Schulchor, und in Projektchören. Als Kind lernte ich Block- und Altflöte. Das machte Spaß, aber irgendwie hätte ich immer gerne Klavier gespielt. In der sechsten Klasse weckte mein Musiklehrer in mir die Liebe zur Klassik. Ich kaufte mir LPs von Vivaldi, dessen Vier-Jahreszeiten ich voller Begeisterung in mich aufsog. Dieser Vivaldi schaffte es, Stimmungen und Bilder in Musik zu verpacken. Das fand ich absolut genial. Ich genoss jeden Ton. Als ich die Musik von Chopin entdeckte, entflammte in mir eine große Liebe zu seiner Musik. Sie erreicht mich im Innersten.

Rock und Pop waren auch schon immer meine ständigen Begleiter. Das war die Musik, die viele Dinge meines Alltags widerspiegelten. Mit 20 Jahren bekam ich ein Klavier und nahm Unterricht. Nach einer klassischen Grundausbildung suchte ich mir einen Lehrer für Improvisation, Liedbegleitung, Blues. Ich paukte die Harmonielehre. Ich erarbeitete mir immer mehr die Grundlagen, um meine Melodien mit einfachen Harmonien zu versehen. Erste Kompositionen entstanden, und ich hatte das Glück, dass immer wieder jemand da war, der für meine Lieder Arrangements erarbeitete. Ich nahm Gesangsunterricht bei Susan Ahlgrimm in Heilbronn.

Meine erste christliche Band, mit der wir ein Konzertprogramm mit meinen eigenen Liedern erarbeiteten, und damit auf Tour gingen hieß SOS-music. Wir waren viele Jahre in Deutschland unterwegs. Wir spielten bei Jugendveranstaltungen, Motorradfahrer-Gottesdiensten, JuGos, arbeiteten mit Sportler-ruft-Sportler zusammen ... Wir waren eine der ersten christlichen Bands aus dem Westen, die nach dem Mauerfall im Osten spielte. Es war sehr aufregend in Zittau auf dem Marktplatz zu spielen, und mitzuerleben, wie sich die Menschen freuten und sich für Gottes Wort interessierten.

Neben der Bandarbeit sang ich in kleineren Formationen bei Frauenfrühstückstreffen, Trauungen, Festlichkeiten, im Rahmenprogramm bei Vorträgen, Bibelwochen usw. Viele Jahre sang ich in einem Chor mit, der, unter anderem, Projekte wie "Begegnungen", "Felsenfest" usw. aufführte.

Anfang der 90er-Jahre nahmen wir unseren ersten Tonträger (eine Kassette) auf mit dem Titel "Hören & Sehen". Wir hatten dafür gute Musiker gewinnen können, wie z.B. den PUR-Bassisten Jo Weber. Wir verkauften tausende Exemplare, ausschließlich nach unseren Konzerten. Bei cap!-music, Altensteig arbeitete ich 1994 mit bei der Produktion "Schlaf gut mein kleiner Schatz". Andreas Claus hatte mich angerufen, nachdem er das Lied "Klein" auf unserer Kassette gehört hatte. "Klein" ist ein Lied für das "ungeborene Leben", das während meiner Schwangerschaft entstand. Es gefiel ihm so gut, dass er um dieses Lied herum eine CD produzieren wollte. Ich schrieb ein paar Lieder, Melodien und Texte, und übersetzte Texte vom Englischen ins Deutsche. Es arbeiteten auch Thea und Bernd-Martin Müller, Sven Tornow, Frieder Gutscher, Daniel Kallauch und Barbara und Andreas Claus an den Liedern. David Plüss machte die Musik und die Arrangements.

Als unsere "Kleinen" geboren wurden, legte ich eine Pause ein von der aktiven Musik. Nur gelegentlich sang ich bei Feierlichkeiten oder Anlässen in kleinerem Rahmen. In dieser Zeit archivierte ich viele Ideen, die geduldig darauf warteten einmal zu Liedern verarbeitet zu werden.

2002 schrieb die Stadt Heilbronn einen Wettbewerb aus, in dem sie nach einem "Lied für Heilbronn" suchte. Es sollte eine Hymne werden, ein Liebeslied an die Stadt. Mein Mann Eddy ermutigte mich daran teilzunehmen. Ich beschäftigte mich gedanklich mit der Stadt, in der ich aufgewachsen war. Ein Text entstand und parallel dazu die Melodie. Jetzt brauchte ich nur noch jemanden, der meinem Song ein musikalisches Gesicht gab. Ich versuchte es bei Rainer Scheithauer, ein genialer Keyboarder und Pianist. Er sagte tatsächlich zu. Und wir machten aus dem Lied den Siegertitel.

Das war der Start in eine neue aktive Zeit als Musikerin. Nun war ich mit meinem Lied die musikalische Präsentation der Stadt Heilbronn. Es folgten Auftritte bei großen Veranstaltungen der Stadt, die CD wurde produziert, die Presse wollte Interviews, ich wurde vom regionalen Sender ins Studio eingeladen und zu Auftritten auf der live-Bühne bei Festlichkeiten. Man wollte mehr aus meinem Repertoire hören, deshalb entstanden in Zusammenarbeit mit Rainer Scheithauer, Georg Scheller und Tobi Wörner neue Songs.

Ich wurde auch wieder zu Frauenfrühstückskreisen und anderen Veranstaltungen eingeladen. Wir ließen unsere Band "SOS-music" wieder aufleben, um einige JuGos musikalisch mitzugestalten. 2003 entstand eine DemoCD für ein Konzept, dessen Lieder sich alle mit dem Thema "Familie" beschäftigen. Der haenssler-Verlag interessierte sich dafür. So entstand in Zusammenarbeit mit Rainer Scheithauer, Joschi Kauffmann und dem haenssler-Verlag die Produktion

Ich freue mich sehr, und weiß, dass diese CD ein großes Geschenk von meinem Vater im Himmel an mich ist. Es hat einige Zeit in Anspruch genommen, bis die Produktion fertig war. In diesen Monaten staunte ich oft darüber, wie eins zum anderen gefügt wurde, bis ein Ganzes entstand. Rainer hat so viel Einsatz gebracht, und mit einer so großen Hingabe gearbeitet, dass es eine wahre Freude war ihm dabei zuzusehen und zuzuhören. Ich danke ihm sehr, dass er mir seine Musikalität und seine große Begabung sich in Lieder hineinzugeben für diese Produktion geschenkt hat. Joschi hat neben all den Werbespots und Hörbüchern, die er tagtäglich zu bewältigen hat, immer geduldig und feinfühlig an den Liedern gearbeitet. Danke Joschi für deine große Geduld. Mehr zu der CD ist unter einem gesonderten Link zu erfahren.

Seit Anfang 2004 begleite ich Christoph Zehendner und Attila Kalman manchmal bei Konzerten mit den Konzepten von Christoph Zehendner. Eine schöne Arbeit, die mir sehr viel Spaß macht. Vielen Dank, Christoph, dass du mich immer wieder zu gemeinsamen Konzerten einlüdst.

Gerhard Schnitter lud mich im Frühjahr 2005 ein, im Heilands-Studio, Stuttgart für die CD "Feiern & Loben 5" zwei Lieder einzusingen. Danke für die Einladung. Ich freue mich, dass dir gut gefüllt, was entstanden ist.

In meinen musikalischen Gedanken entstehen bereits wieder neue Ideen für neue Projekte. Ich bete dafür, dass ich meine Lieder, meinen Gesang und mein Zeugnis zur Ehre Gottes einsetzen kann.

Gott achtet mich, wenn ich arbeite,
aber er liebt mich, wenn ich singe.
Rabinadranath Tagore






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