Im Garten meiner Wirklichkeit säe ich liebevoll meine Träume aus. In der Hoffnung, sie mögen wachsen und Wurzeln schlagen, und Halt geben in den Stürmen der Zeit.
Die Saat in gutem Boden gedeiht unter dem Segen Gottes. ER ist es, der das Beste in mir hervor bringt. Das macht mich mutig und stark. Wie der Sommerwind durch das goldene Weizenfeld weht, so durchströmt mich Gottes Geist und erfrischt mein Leben. Er bewegt mein Herz, das sich nach Gott sehnt.
Solange sich die Erde dreht, mit allem was darauf ist, halte ich mich an Sein Versprechen, dass Saat der Ernte, Sommer dem Winter, und Tag der Nacht folgen werden.
DU bist die Wurzel der Wurzel, das Licht im Licht, bist das Leben im Leben, der Weg auf dem Weg, bist der Anfang und das Ende, DU bist alles in allem.
Ich reiche dir die Hand, um dich zu führen, wo dein Weg steinig ist, damit du nicht fällst. Ich reiche dir die Hand, um dich zu ziehen, wo du stehen bleibst, damit du weiter gehen kannst.
Ich reiche dir die Hand, um dich festzuhalten, wo du auf den falschen Weg kommst, damit du sicher bist. Ich reiche dir die Hand, um dich zu tragen, wo das Leben zu schwer ist, damit du geborgen bist in mir.
Ich reiche dir die Hand, um dir meine Liebe zu zeigen, wo auch immer du mich suchst, damit du mich finden kannst.
Wenn zwei Flügel schweben, hoch am Himmelszelt, können sie gemeinsam Kreise ziehn. Fest verbunden schauen sie in diese Welt, über Berg und Tal des Lebens hin.
Lasst den Wind der Güte durch die Tage wehn und Vergebung finden vor der Nacht. So könnt ihr auf weite Horizonte sehn, weil Versöhnung frohe Hoffnung macht.
Liebet euch, seid immer füreinander da. Euer Beten sei euch Rückenwind: Jesus Christus sei euch allezeit ganz nah, weil Gottes Liebe weite Flügel hat.
Einer trägt den andern, ganz egal wie weit. Miteinander fliegt man leichter durch den Sturm der Zeit. Einer hält den andern fest und lässt nicht los. Durch das Band des Friedens wächst die Liebe grenzenlos.
Wenn eine Träne sich zum Herzen drängt, weil der Welten Flitter darniederfällt, mein Pulsschlag mir am Leben zehrt, und mein Seufzen wie ein weißes Wölkchen am Himmel klebt. Wenn meine Quellen weinen und meine Segel sinken, der Tropfen Wolkentau entfunkelt, und das Licht matt hervorquillt. Dann lächelt mir der Himmel freundlich zu, schickt sanftfrohen Blütenregen. Vergoldet das Haus meiner Seele, weidet mich auf frischen Auen am sonnigen Rain. Der Wundervollbringer, der Friedenschenker, der Liebebeweiser ist zu mir gekommen. Ungestüme Luft legt sich schlafen, Wolke wird mein Flügel. Meine Seele fliegt zu Gott. Da will ich bleiben.
Das Leben ist eingeschlummert, ich hauche klagend meine Ergebenheit in bewusstlose Stunden. Schwere Tropfen fallen aus den Wimpern. Ergießen sich auf beutesuchende Sehnsucht, verwandeln Gedanken in Puder. Geblasen in die Welt, legen sich auf einsame Zweige. Wenn der Abendstrahl am Fadenhorizont sich heute rötet, will ich das Paradies in meinem Herzen neu entdecken. Will des Lebens reiche Gaben zählen, ernst und fest die Stunde ergreifen. Lust bewegt die Glieder, Frohmut speist der Hoffnung Wohlgeschmack.
Mein Herz zum Hafen treiben, das Blut der Erde einfangen, die Stimme des Höchsten hören, den Himmel offen sehen. Das ist meines Herzens Wunsch, die Sehnsucht meiner Seele. Dich suche ich. Du bist es, den ich erwarte. Komm, ach komm, und fülle mich mit deinem Geist. Du weckst das Leben in mir auf, klärst meine Stunden, schreitest meine Pfade ab, damit ich sicher gehen kann.